Dem „Pictorial Turn“ oder auch „Visualistic Turn“ – der Hinwendung zum Bild und visuell vermittelten Inhalten – wird seitens der Wissenschaft ein fundamentaler Einfluss auf unsere Gesellschaft und auf unsere Kommunikation attestiert.

Dabei geht es nicht nur um die Art, wie wir uns mitteilen, sondern auch um die Notwendigkeit einer bildgestützten oder sogar  -getriebenen Kommunikation. Die Katalysatoren dieser Entwicklung sind zwei Altbekannte: die Technologisierung und Digitalisierung sowie die damit einhergehende Informationsüberflutung („Cognitive Overload“). Als Antwort auf den überforderten Denkergeist wirft sich nun die Neuropsychologie in Positur. Die Vorteile der Bilder im Vergleich zum Wort liegen nicht erst seit heute auf der Hand: Sie werden schneller, holistischer und emotionaler wahrgenommen. Das wusste nicht nur bereits „Don“ Draper von Mad Men, sondern im Grunde genommen schon die ersten Menschen, die sich via Höhlenmalerei austauschten.

Vielleicht heben Sie jetzt die Augenbraue und sagen: „Das ist nichts Neues, die Kraft von Bildern erkennen wir in der Kommunikation schon seit Jahren!“ Wir fragen zurück (und uns selbst): Warum nutzen wir sie dann nicht noch mehr und noch besser? Wir wissen doch alle, dass bildlastig oder gar multimedial aufbereitete Inhalte besser wahrgenommen und mit Vorliebe geteilt werden. Social Media, Content Marketing und Storytelling – im Prinzip eine Form des bildhaften Erzählens – liefern hierzu den nötigen Rückenwind.

Die sechste Ausgabe unseres Magazins Inspire widmet sich den vielfältigen Ansatzpunkten für visuelle Kommunikation: Wir schauen hinter die Kulissen von visuellen Produkten, von Videos bis Pressebildern.
Unsere Autoren geben Empfehlungen zum branchenspezifischen Einsatz von Bildern, etwa im Tourismus und im Food-Bereich. Und wir diskutieren die Einsatzmöglichkeiten in unterschiedlichen Kommunikationsdisziplinien, zum Beispiel im Bereich Corporate Communication und in der Change Communication. Darüber hinaus geben wir Ihnen visuelles Futter für Ihre ganz persönliche Arbeit, sei es im Umgang mit Powerpoint, beim Nutzen neuer visueller Online-Tools oder dem „Visual Thinking“ mithilfe von Sketchnoting, Graphic Recording und Graphic Facilitation.

Die Möglichkeiten, visuell zu arbeiten, sind vielfältig. Je nach Unternehmen und Themen gilt es zu überlegen, welche Formen am besten geeignet sind, um dem Auge – und dem Gehirn – visuell aufbereitete Inhalte zu servieren. Freuen Sie sich in diesem Sinne auf das ein oder andere Appetithäppchen.

Hier können Sie Inspire #06 downloaden.