• Kurzfristiger Image-Schaden für den FC Bayern München und seine Sponsoren
  • Deutsche: Prominente sind keine Vorbilder mehr


Düsseldorf, den 18.03.2014 – Die Deutschen stimmen dem Urteil gegen Uli Hoeneß mit großer Mehrheit zu. 82 Prozent halten die Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe für richtig. Dies sind die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der Kommunikationsberatung Ketchum Pleon. 42 Prozent der Deutschen finden das Strafmaß von dreieinhalb Jahren angemessen. Dagegen hätten nur 14 Prozent ein milderes Urteil befürwortet. Immerhin vier von zehn hätten sich eine härtere Strafe gewünscht. Mit Blick auf den FC Bayern und seine Sponsoren urteilt die Bevölkerung wenig nachtragend: Mehr als sieben von zehn machen keinen oder nur einen kurzfristigen Image-Schaden für den Fußballverein und dessen Sponsoren aus.

KurzfristigerImageschaden „Interessant ist: Die Deutschen bewerten die Sponsoren und ihr    Verhalten leicht kritischer als den Rekordmeister. 16 Prozent sehen einen sehr großen Image-Schaden für die Sponsoren, während dies für den FC Bayern nur 13 Prozent angeben. Während die Causa an der starken Marke Bayern München abperlt und mit jedem sportlichen Erfolg weiter verdrängt wird, droht bei den Sponsoren zumindest ein Makel in Compliance-Fragen haften zu bleiben,“ erklärt Dirk Popp, CEO und Krisenexperte von Ketchum Pleon, und ergänzt: „Insgesamt hat Uli Hoeneß jedoch durch die schnelle Annahme der Verurteilung und den Rücktritt als Präsident den Image-Schaden für den Verein und die Sponsoren wirksam begrenzt.“

Die Bundesbürger haben die Nachrichten zu dem rund einwöchigen Prozess sehr interessiert verfolgt und bewerten die Berichterstattung in den Medien als überwiegend fair. „Fast acht von zehn Deutschen haben den Prozess kontinuierlich und intensiv beobachtet. Dabei stellen sie den Medien überwiegend gute Noten aus: Lediglich rund acht Prozent bemängeln, dass die Medien vorverurteilend berichtet hätten“, so Popp. Etwas schlechter als im Bundesschnitt sehen die Bayern die Berichterstattung. 11 Prozent kritisieren eine Vorverurteilung von Uli Hoeneß durch die Medien, auch fanden 40 Prozent der Bayern die Berichterstattung zu ausführlich gegenüber 32 Prozent im Bundesschnitt.

Keine Vorbilder mStrafmaßGerechtigkeitehr
Die Bundesbürger lehnen nach den jüngsten Skandalen, wie zuletzt um Uli Hoeneß, Alice Schwarzer, Christian Wulff und andere, die Vorbildfunktion bekannter Persönlichkeiten ab. In der Umfrage halten mehr als vier von zehn Bundesbürgern Prominente dafür für völlig ungeeignet. Lediglich rund jeder zehnte Deutsche sieht in ihnen noch Vorbilder. Schlechte Werte gab es vor allem für Politiker (8 Prozent), Stars aus Film, Fernsehen und anderen Bereichen (11 Prozent) sowie Sportler (13 Prozent). „Offensichtlich haben die Deutschen das Vertrauen in Prominente verloren“, sagt der Krisenexperte Popp.

Details zur Umfrage
Die repräsentative Onlinebefragung wurde vom Marktforscher YouGov vom 14. bis 17. März 2014 unter 1.043 volljährigen Bundesbürgern durchgeführt.

 

Die Pressemitteilung als Download finden sie hier.
Eine Kurzpräsentation der wichtigsten Studienergebnisse senden wir Ihnen auf Anfrage (petra.heinrich@ketchumpleon.com) gerne zu.