Mein Wochenrückblick: Springer <3 Samsung // Hakle Fake? // Zalando trixt // Youtube Paywall // Google hasst Flash

Digitaler Journalismus

#1 Springer versorgt Samsung mit exklusiven Inhalten
Mit der Plattform Upday entsteht die erste strategische Allianz zwischen Samsung und Axel Springer. Beide Partner erhoffen sich damit ihren jeweiligen Wettbewerbern einen Schritt voraus zu sein. Die Smartphones von Samsung erhalten ein USP durch exklusive Inhalte, immer wichtiger in Zeiten von immer ähnlicher werdenden Smartphones. Axel Springer erreicht auf einen Schlag die Zielgruppe, die in der Zukunft wohl die wichtigste sein wird: Mobile News-Konsumenten.

 

Krisenkommunikation

#2 Hat Hakle die Krise gefakt?
Das H von Hakle ist weg. Geklaut. Sagt jedenfalls das Unternehmen auf seiner Facebook-Seite. Und spendiert 1000 Klorollen als Belohnung. Das „Unglück“ wird perfekt durch PR und SoMe Inszeniert. Das Handelsblatt spricht von einem PR-Coup, dpa und viele andere Medien berichten darüber. Die Unternehmenssprecherin bestreitet einen Fake vehement. Falls dann doch irgendwann einmal heraus kommen sollte, dass Hakle seine Finger im Spiel hatte, wird die Firma wohl Häme und Spott ernten und dann Abbitte leisten müssen.

#3 Zalando führt Kunden in die Irre
Eine Recherchen des NDR deckte auf, dass der Onlineshop Zalando psychologische Tricks einsetzt um mit vorgetäuschter Knappheit zum Kaufen zu animieren. Während viele Marketing-Verantwortliche mit Knappheit werben, ist die Zalando Situation besonders gravierend: Die Sendung NDR Info konnte beweisen, dass weitaus mehr Artikel kaufbar waren, als die beworbenen „3 Artikel verfügbar“. Eine Abmahnung wegen der Wettbewerbszentrale wegen irreführender Angaben folgte prompt. Zalandos Stellungnahme war schwammig: Man habe dem Kunden lediglich deutlich machen wollen, dass nur noch eine geringeStückzahl vorhanden sei. Die Artikelbeschreibungen sagen mittlerweile „mehr als 3 Artikel verfügbar“.

 

Digitale Netzwerke & Plattformen

#4 YouTube will Bezahl-Content einführen
Laut mehrerer Quellen will Youtube noch in diesem Jahr eine Paywall und Bezahlabo für Musik und weiteren noch nicht näher spezifizierten Content einführen. Wahrscheinlich ist, dass Kanalbetreiber selbst bestimmen können ob ihre Videos zu Premium-Angeboten werden. Die Zukunft wird also nicht nur für Kanalbetreiber und ihre Monetarisierung spannend, sondern könnte ganz neue Angebote ala Netflix oder Spotify für Youtubes Nutzer bedeuten.

#5 Google Chrome stoppt Flash-Banner
Das absehbare Ende von Flash-Anzeigen wird noch einmal deutlicher, da Google Chrome seit 01.09. alle Flash-Anzeigen automatisch stoppt. Obwohl die Begründung ein versprochener Performance-Boost für den Browser ist, kann man annehmen, dass Google Werber klar weg von Adobe auf HTML5 zwingen will.

 

 

Fotocredit auf der Startseite: CC0 1.0