Ein Beitrag von Paula Keggenhoff, Praktikantin bei Ketchum Pleon

Facebook, Twitter, YouTube, Instagram, Snapchat, Whatsapp, Tumblr, Pinterest, LinkedIn, Ask.fm und vieles mehr… Wer soll da noch durchblicken? Selbst ich kenne die neusten Trends meistens nicht, denn fast täglich führt eine neue App mein Appstore-Ranking an. Doch die meisten verschwinden genauso schnell wieder, wie sie erschienen sind, denn wir haben unsere „Standard-Apps“ schon längst gefunden. Mal ganz ehrlich, unser Handy bzw. der Zugang zu dieser digitalen Welt ist unser Leben. Wenn wir unser Handy nicht bei uns haben, dann sind wir am Rande der Verzweiflung und fühlen uns nicht komplett. Vielleicht sind wir nicht dauerhaft online, doch sobald das Smartphone aufblinkt und Neuigkeiten anzeigt, haben wir es in der Hand. Ich kann mir tatsächlich kein Leben mehr ohne die ständige Erreichbarkeit vorstellen.

Wann kommt der nächste Bus? – Warte, ich google das mal schnell. War das gerade ein Schauspieler?- Warte, ich google das mal schnell. Wie weit ist es noch? – Warte ich google das mal schnell. Wie oft kommt das vor? Also bei mir täglich!

Für alles gibt es eine App und das World Wide Web. Verständlich, dass die ältere Generation unsere Abhängigkeit nicht nachvollziehen kann, denn sie kennt das einfach nicht. Aber ich garantiere, dass sobald sie ein Smartphone besitzen, kaum noch davon weg zu bewegen sind. Das beste Beispiel: meine Oma! Sie nutzt seit neuestem Whatsapp und textet mich den ganzen Tag zu, inklusive absolut nicht passender Smileys. Aber: „Sie übt halt!“

Und damit wären wir bei den Social Media-Plattformen. Zurzeit führen Whatsapp, YouTube, Instagram, Snapchat und Facebook den Markt an. Aber Twitter und Tumblr sind dicht dahinter. Aber was ist eigentlich der Unterschied? Ursprünglich gab es Facebook, dort konnte man alles machen. Man konnte Chatten, neuerdings auch Videochatten, Bilder posten, kommentieren und Spiele spielen. Alles in einem, aber trotzdem wird es für uns Jugendliche immer uninteressanter. Die Facebook-Nutzer werden immer älter und plötzlich bekommt man eine Freundschaftsanfrage seiner eigenen Mutter, die einen fortan „stalkt“, was man so teilt und gestern Abend auf der Party gemacht hat. Also ist es kein Wunder, dass die jungen Leute zu Plattformen wie Instagram oder Snapchat abwandern.

Diese beiden beliebten Plattformen haben überwiegend mit Fotos zu tun, obwohl es seit einiger Zeit nun auch Chatfunktionen gibt. Bei Instagram geht es hauptsächlich um die Selbstinszenierung. Die meisten posten ein Bild nur, um ein wenig anzugeben, was sie gerade Tolles machen, um sich in Szene zu setzen. Es ist ganz normal, dass man sich über positive Rückmeldungen freut und wenn ein Foto innerhalb zwei Stunden eben nur fünf Likes hat, dann löscht man es schnell wieder, weil es peinlich ist, so wenige Likes zu haben. Aber natürlich gibt es auch diejenigen, die einfach nur ihre Momente teilen wollen und für die die Rückmeldung zweitrangig ist. Diese Plattform wird ebenfalls viel von Prominenten genutzt, wie z.B. Taylor Swift, die über 63 Millionen Follower hat und damit Platz 2 der Rangliste nach Follower-Anzahl belegt.

Auch Snapchat wird immer beliebter. Bei dieser Plattform geht es nicht um Follower, sondern vorrangig um den Spaß. Hier hat man die Möglichkeit, Fotos an ausgewählte Kontakte zu schicken und deren Sichtbarkeit zeitlich zu begrenzen. Das verleiht dem Nutzer eine gewisse Anonymität und es muss nicht lange überlegt werden, ob das Foto nun wirklich schön ist oder nicht. Doch auch hier gibt es neuerdings eine Chatfunktion, die jedoch bisher eher zweitrangig geblieben ist.

Dann gibt es noch Tumblr. Die meisten haben es sicher schon einmal gehört, sich aber nicht weiter damit beschäftigt. Tumblr wird oft als „Tagebuch-Plattform“ bezeichnet, der wie ein Blog aufgebaut ist. Hier geht es überwiegend um das Reblogging von Fotos und oftmals auch Texten. Jedoch basiert das Ganze eher auf einer emotionaleren Ebene, da meist Bilder und Texte geteilt werden, die sich auf den eigenen Gemütszustand beziehen.

„Klassisches Fernsehen verliert bei Jugendlichen zunehmend an Bedeutung, YouTube hingegen bestimmt ihre Mediennutzung immer stärker.“ So lautet die Schlagzeile eines Internetartikels von MEEDIA. Und das zu Recht. Wenn ich meine Geschwister dabei beobachte, wie viel Zeit sie bei YouTube verbringen, kann ich Umfrageergebnisse, die ergeben, dass Jugendliche durchschnittlich fast 248 Minuten am Tag auf diesem Videoportal verbringen, absolut nachvollziehen. Das unterstützt die Tatsache, dass YouTube immer beliebter und immer mehr genutzt wird. Auch ich benutze YouTube fast täglich. Zum einen, um Musik zu hören, aber überwiegend zum Lernen. Es bietet optimale Lernvideos, die mir auf Abruf helfen, wenn mich Mathe mal wieder zum Verzweifeln bringt.

Zu guter Letzt ist da noch Twitter. Gerade bei den Erwachsenen ist es sehr beliebt. Jeder von uns kennt es, aber weiß nicht genau, was er damit machen soll und wozu es gedacht ist. Auch ich habe Twitter erst seit fünf Tagen und ehrlich gesagt habe ich das System bis jetzt nicht ganz verstanden. Aber es ist wirklich interessant, wer dort alles aktiv ist. Dabei lässt sich zwischen zwei Typen Menschen unterscheiden. Zum einen, die nur dort angemeldet sind, sich jedoch eher passiv verhalten oder zum anderen, diejenigen, die wie verrückt twittern. Ich finde diese Plattform dennoch ganz gut, da man viel aus der Welt mitbekommt, wenn man den richtigen Unternehmen und Personen folgt.

Ich könnte jetzt noch gefühlte tausend weitere Social Media-Plattformen aufzählen und beurteilen, aber meiner Ansicht nach sind das die wichtigsten.

Abschließend ist zu sagen, dass dieser Markt boomt und zu unserem täglichen Begleiter geworden ist. Ich kann mir ein Leben ohne das alles nicht mehr vorstellen und möchte mein Smartphone und die ständige Erreichbarkeit nicht mehr missen, obwohl ein entspannter Urlaub ohne Handy, ab und zu, auch sehr angenehm sein kann. Durch die Vielfältigkeit hat jeder die Möglichkeit, die passende Plattform für sich und seine Bedürfnisse zu finden und sich dort auszutoben.

Mithilfe diese Medien ist es relativ einfach, viele von uns mit Werbung und Kampagnen zu erreichen. Dennoch muss beachtet werden, welche Altersgruppe angesprochen werden soll, da die „Plattform- Interessen“ weit auseinander gehen. Jeder von uns stolpert ständig über Onlinewerbung, aber es stört laut einer Umfrage die wenigsten. Und sobald eine Kampagne kreativ und visuell gut umgesetzt ist, sind wir damit zu begeistern.

Im Großen und Ganzen hat die mediale Entwicklung, trotz der vielen Gefahren, viel Positives gebracht und niemand von uns kann sich mehr das Leben ohne diese vorstellen.